Das Jahr ist noch ganz jung und die besondere Energie des Januars ist die Kraft des Neuen. Einen besonderen Neubeginn kannst du in der Meditation des Monats Januar erfahren.
Die Feiertage sind vorbei, und am liebsten möchte ich die stille Zeit noch ein wenig anhalten. In den Raunächten, also der Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar, spricht unsere Seele deutlicher zu uns, als in der übrigen Zeit des Jahres. An jedem Tag der vergangenen 12 Raunächte habe ich daher etwas Zeit mit mir alleine verbracht. In den vergangenen Tagen bin ich nochmals eingetaucht in die Qualität meiner Erlebnisse und Erfahrungen des letzten Jahres, aber auch in meine Wünsche, Pläne und Gedanken, die gerade für 2024 entstehen.
Im Januar ist nun die Zeit, in der der Samen des Neuen in uns eine Basis finden möchte, um zu gedeihen. Vielleicht geht es dir ja auch so und du möchtest der Qualität des Neuen in dir Raum geben?
Dann ist ein Neubeginn mit der Meditation des Monats Januar genau für dich gedacht!
Es ist die Stille-Meditation aus der buddhistischen Theravada Tradition, die ich heute mit dir teilen möchte. Die Praxis dieser Meditation war und bleibt eine der wertvollsten Erfahren meines Lebens.
Das Prinzip der Meditation ist einfach wie schwierig zugleich: es ist die Medition, die den Geist in eine tiefe Stille führt.
Stille Meditation
(Anleitung auf Basis der Lehren der ehrwürdigen Ayya Khema)
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Komme auf einem Meditationskissen oder Stuhl in eine aufrechte Sitzhaltung.
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Die Hände liegen locker auf den Oberschenkeln oder Knien, die Handflächen zeigen nach oben.
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(Falls du eine Klangschale hast, dann schlage die Klangschale an und folge dem Klang in die Stille.)
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Beginne nun deine Konzentration auf deinen Atem zu lenken. Lass deinen Atem ganz natürlich ein- und ausströmen, ohne ihn zu forcieren oder verändern zu wollen.
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Spüre deinen Atem, spüre das Gefühl das er an deiner Nase hinterlässt.
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Komme ganz in diesem Moment, im Jetzt an.
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Wenn Gedanken auftauchen (und es werden am Anfang viele sein!), dann lasse sie vorbeiziehen, wie Wolken am Horizont.
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Falls es hartnäckige Gedanken sind, kannst du auf jeden Gedanken ein Etikett „kleben“ und ihn dann loslassen: „Zukunft“ und „Vergangenheit“ sind für jeden aufkommenden Gedanken passende Etikette.
Mithilfe dieser Etikette kannst du jede Art von Gedanken leichter loslassen und dich wirklich in das Jetzt hineingeben.
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Bleibe ca. 20 Minuten in der Mediation und Atembetrachtung.
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Atem dann tief ein und aus, dehne und strecke dich und komme wieder im Alltag an.
Mache diese Medition am besten täglich morgens gleich nach dem Aufstehen.
Wirkung der Stille-Meditation:
Mit der Zeit wird dein Geist immer „einspitziger“, also konzentrierter werden. Du wirst spüren, wie du innerlich zur Ruhe kommst. Vielleicht wirst du plötzlich deinen Körper anders wahrnehmen, dich wärmer anfühlen oder das Gefühl haben, dass dein Körper sich ausdehnt und mit deiner Umgebung „verschmilzt“. Auch kann ein Gefühl tiefer Freude in dir aufsteigen. Daraus entsteht eine innere Ruhe, in die du einstauchst und schließlich eine tiefe Stille. All dies sind Anzeichen, dass deine Meditation sich vertieft. Mit jeder Stufe der Vertiefung wirst du neue Erkenntnisse gewinnen, die dich unterstützen, deinem Alltag gelassener zu begegnen und dich auf deine tiefsten Wünsche zu konzentrieren.
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Vor vielen Jahren habe ich mit der Stille-Meditation der buddhistischen Theravada Tradition begonnen, damals bei der ehrwürdigen Ayya Khema in einem Kloster an der Donau bei 10 Tagen „noblem Schweigen“, also 10 Tage ohne ein Wort zu sprechen. In dieser Zeit habe ich zum ersten Mal die Kraft der Stille kennenlernen dürfen. Die spirituelle Anbindung die sich daraus entwickeln kann, ist für mich nicht wirklich in Worte zu fassen.
Ich wünsche dir, dass diese Anleitung dich inspiriert, eigene wunderbare Erfahrungen damit zu sammeln.
Ab Februar finden wieder neue Kurse statt. Aktuelle Informationen findest du hier:
Kurse in Überlingen und im Deggenhausertal und Kurs in Friedrichshafen.
Information zu meinen weiteren Angeboten findest du unter Kurse + Veranstaltungen.
