Entstanden ist wärmendes Rote-Beete-Mus beim ayurvedischen Kochen in meiner ersten Ayurveda- Ausbildung. Dort haben wir unglaublich viel zusammen gekocht, meist jedoch nach Rezept. Zum Abschluss jedoch gab es ein Buffet mit lauter eigenen Kreationen. Die anderen TeilnehmerInnen waren so begeistert von meinem wärmenden Rote-Beete-Mus, dass ich das Rezept gleich aufschreiben musste, was ich normalerweise nicht unbedingt tue, da ich gerne „frei Schnauze“ koche. In dem Fall bin ich jedoch echt froh drum. Denn so kann ich das wärmende Rote-Beete-Mus mit dem gleichen runden aromatischen Geschmack von damals, in der gleichen Qualität jederzeit nochmal kochen.
Warum wirkt dieses Rote-Beete-Mus wärmend?
In meinem Rezept für rote Beete-Mus sind gleich alle drei Bestandteile von Trikatu – Ingwer, scharzer Pfeffer und Langpfeffer enthalten. Trikatu, eine sehr häufig eingesetzte ayurvedische Heilgewürzmischung, wirkt förderlich für Stoffwechsel und Immunsystem. Aber auch die anderen im Mus enthaltenen Gewürze wirken positiv auf den Verdauungstrakt, z.B. indem sie die Aufnahme von Nährstoffen befördern, wie dies u.a. dem Bockshornklee im Ayurveda zugeschrieben wird. Alle enthaltenen Gewürze stärken das Agni, wie das Verdauungsfeuer im Ayurveda genannt wird. Damit wärmen sie den Körper von innen heraus auf wohltuende Weise. Rote Beete hat darüber hinaus einen hohen Anteil an Eisen, liefert die Vitamine A, C, B und Folsäure. Außerdem enthält Rote Bete den Wirkstoff Betain, welches das Risiko für Herzkrankheiten senkt.
Besonders im Herbst und Winter ist das Mus also ein tolles Rezept z.B. als Beilage zu Linsen- oder Getreideküchlein oder als Füllung von Pfannkuchen oder Ähnliches.
Auch die Farbe hat es mir angetan! Allein diesen leuchtenden dunklen Fuchsia-Ton auf dem Teller, gibt den Energiekick. Heute habe ich das Mus übrigens kombiniert mit Fallafeln und Feldsalat. Und was soll ich sagen? Es war wieder extrem lecker!
Und hier kommt das Rezept für wärmendes Rote-Beet Mus
Zutaten:
- 2 Teelöffel Ghee / Butterschmalz
- 1 Knoblauchzehe geschält und klein geschnitten
- 1 kleine Zwiebel geschält und gewürfelt
- je 1/2 Teelöffel Koriandersaat, Anis, Kreuzkümmel im Mörser zerstoßen
- 1,5 cm Ingwerwurzel geschält und fein gewürfelt oder 1/2 Teelöffel gemahlenen Ingwer
- 1/2 Teel Bockshornklee gemahlen
- 1/ Teelöffel Pippali gemahlen (Langpfeffer)
- 1 gestrichenen Teelöffel Garam Masala
- 1 rote Beete
- Saft von einer kleinen Orange
- Ahornsirup
- Kräutersalz und schwarzer Pfeffer
- 1,5 EL Cashewnüsse
- 1,5 EL Sonnenblumenkerne
- 3 Stängel frische Petersilie
Zubereitung:
Die Rote Beete mit Schale kochen. Wenn die Knolle weich ist (Gabeltest) unter fließendem Wasser mit den Händen abreiben und die Schale entfernen. 1/4 der roten Beete in kleine Würfel schneiden und beiseite stellen. Den Rest in größere Würfel schneiden. Eine Pfanne ohne Fett erhitzen und darin die Sonnenblumenkerne rösten. Danach noch die Cashewnüsse rösten. Sobald diese jeweils goldbraun sind, die Saaten in eine kleine Schale geben und beiseite stellen.
Im Topf das Ghee erhitzen. Die Hitze etwas reduzieren und die gemörserten Gewürze (Koriander, Anis, Kreuzkümmel) mit dem Ingwer und den Zwiebeln und dem Knoblauch hineingeben und anrösten. Dann Bockshornklee, Garam Masala, Langpfeffer und rote Beete dazugeben und unter Rühren eine Weile schmoren. Den Orangensaft hinzufügen, den Deckel schließen und 3-5 Minuten köcheln lassen.
Vom Herd nehmen, je 3/4 der Sonnenblumenkerne und der Cashewkerne zusammen mit der Rote Beete- Gewürzmischung und einem Großteil der gehackten Petersilie pürieren, ggf. noch etwas warmes Wasser zugeben. Mit Salz, schwarzem Pfeffer und Ahornsirup abschmecken und in eine schöne Schale füllen. Mit den Rote Beete Würfeln, den restlichen Sonnenblumenkernen, Cashews und der restlichen frischen Petersilie bestreuen.
Serviere das wärmendes Rote-Beete-Mus am besten noch warm oder lauwarm.
Es macht sich auch gut auf einem Vorspeisenbuffet zu Papadam, Naan oder anderem Brot oder auch als Beilage zu Reis und Daal oder zu Getreidebratlingen oder wie eben beschrieben zu knusprigen Fallaffeln!
Viel Freude beim Nachkochen!
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