Dessert gegen Kopfschmerzen
Kräuter + Ayurveda

Ein Dessert gegen Kopfschmerzen!

Ist das nicht wunderbar? Es gibt ein Dessert gegen Kopfschmerzen! Das ist kein Witz, denn gegen Schmerzen ist ein duftendes Kraut gewachsen: Echtes Mädesüß. Dieses habe ich schon in meinem letzten Beitrag vorgestellt. Echtes Mädesüß enthält viel schmerzstillende Salicylsäure, welche auch der Hauptbestandteil von Aspirin ist.

Somit haben wir es hier tatsächlich mit einem pflanzlichen Schmerzmittel zu tun, welches darüber hinaus Vanillin enthält und einen süßlichen Duft verströmt. Dieses kann auch deinen Süßspeisen und Desserts ein wunderbares und einzigartiges Aroma verleihen. Der Geschmack von Mädesüß liegt übrigens irgendwo zwischen Vanille und Marzipan.

Mädesüß lässt sich ganz einfach in der Küche verarbeiten.
Du gibst z.B. eine Hand voll Blüten in Milch oder Sahne und lässt diese dann ca. 10 Minuten köcheln. Danach lässt du das ganze dann mit den Blüten stehen und abkühlen.

Der Fettanteil in den Milchprodukten löst wichtige Inhaltsstoffe aus dem Mädesüß, welche allein auf Wasserbasis nicht gelöst werden. Auch in der ayurvedischen Ernährungslehre gibt es Rezepte für stärkende Getränke, bei denen Gewürze und Kräuter in Milch gekocht werden, wie z.B. die goldene Milch.

Weshalb also nicht ein Dessert gegen Kopfschmerzen mit Mädesüß zaubern?
Aus der Mädesüß-Milch oder -Sahne kannst du z.B. ganz einfach mit Agar Agar oder Gelatine Panna Cotta machen, Pudding kochen, Griesbrei und vieles mehr zubereiten. Falls du lieber keine Milchprodukte verwendest, kannst du pflanzliche Milch oder Kokosmilch für den gleichen Zweck nehmen.

Heute habe ich einen einfachen Hirse-Griesflan mit Mädesüß und Dattelsüße zubereitet. Dieser kann warm oder kalt mit Beerensauce serviert werden. Ich verwende in meinen Desserts keinen Zucker, sondern nur wenig natürliche Süße. Falls dein Dessert süßer möchtest, dann gib jeweils noch etwas mehr Dattelsüße, Kokosblütenzucker zur Beerensauce und zum Griesbrei.

Mädesüß-Griesflan mit dunkler Beerensauce
Für 4 Portionen benötigst du:

  • 600 ml Kokosmilch
  • 1 große Hand voll Mädesüßblüten
  • 80 g Hirsegries
  • 1-2 EL Dattelsüße
  • abgerieben Schale von einer Orange

Beerensauce

  • 250 g Himbeeren sowie rote und schwarze Johannisbeeren gemischt
  • 1/2 Teelöffel Kardamom gemahlen
  • Dattelsüße nach Bedarf

Zubereitung

Die Mädesüßblüten in der Kokosmilch ca. 5-10 Minuten köcheln. Dann beiseite stellen und nochmals 10 Minuten ziehen lassen. Die Blüten herausnehmen und die Kokosmilch nochmal mit einer Prise Salz erhitzen. Sobald diese heiß ist, den Gries und die Dattelsüße und abgetriebene Orangenschale zufügen und alles gut mit einem Schneebesen verrühren. Auf kleiner Flamme den Gries ausquellen lassen, dabei immer wieder gut umrühren bis der Gries stockt. Den Brei dann beiseite stellen und abkühlen lassen.

Kleine Förmchen mit kaltem Wasser ausspielen und die Masse hineingeben. Die Griesmasse in den Förmchen im Kühlschrank mind. zwei Stunden oder über Nacht abkühlen lassen.

Einige Beeren für die Dekoration beiseite stellen. Die restlichen Beeren für die Sauce mit etwas Wasser und dem Kardamom kurz aufkochen. Dann diese mit einem Pürierstab zu einer Sauce pürieren und mit Dattelsüße abschmecken.

Die Sauce in Schalen füllen, so dass der Boden bedeckt ist. Die Fömchen aus dem Kühlschrank nehmen. Den Rand des Griesbreis in den Förmchen mit einem Messer lösen und den Griesflan jeweils in eine Schale mit Beerensauce setzen. Alles nach Lust und Laune mit Müdesüßblüten und Beeren verzieren, servieren und genießen.

Viel Freude beim Zubereiten und viel Spaß beim Genießen des Desserts … Und es gibt sicher noch andere Gründe dieses Dessert zu genießen außer Kopfschmerzen:-)

Mein Tipp:
Prinzipiell kannst du die Beerensauce auch roh zubereiten. Dann behält die Sauce mehr Vitamine. Hierzu einfach die rohen Beeren pürieren.
Wenn du jedoch den ayurvedischen Prinzipen folgen und dein Verdauungsfeuer stärken möchtest, vermeidest du ungünstige Kombinationen, die da sind: rohes Obst mit Getreide oder auch Obst mit Milchprodukten. Daher erwärme ich die Beeren kurz und habe den Griesfln mit Kokosilch zubereitet, statt mit Kuhmilch.
Übrigens passiere ich die Beeren-Sauce absichtlich nicht durch ein Sieb. Denn die kleinen Samen in den Beeren sind voller wertvoller Inhalts- und Ballaststoffe, auf die ich nicht verzichten möchte. Die Samen sind die Essenz der Früchte. Da darin das ganze Leben für die nächste Pflanzengeneration steckt, tust du deinem Körper viel Gutes, indem du die Kerne und Schalen in der Sauce belässt.

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