Mit der Meditation des Monats September bleibst du zentriert, auch in Krisen und anstrengenden Zeiten.
Der Hochsommer ist vorüber und ich habe wieder die Muße mich nach innen zu wenden, es mir zuhause gemütlich zu machen und Dinge zu erledigen, die diesen Sommer liegen geblieben sind. Eigentlich könnte alles so schön und friedlich sein, aber…
Jeden Tag lese, höre oder sehe ich in den Nachrichten neue Schreckensmeldungen: Klimawandel, Kriege, Anschläge, Angriffe und andere Krisen. Und auch vor meiner Haustür: öffentliche Aggressionen nehmen zu, Beschimpfungen werden gesellschaftsfähig. Die Stimmung ist aufgeheizt und polarisieriende Kräfte sind auf dem Vormarsch.
Auch wenn Aggression, Kriege und Krisen zunehmen, nehme ich mir vor, in meiner Mitte bleiben. Aber was können wir aktiv tun, um uns von äußeren Ereignissen nicht zu sehr emotional beeinträchtigen zu lassen? Wie können wir zentriert bleiben, auch in Zeiten der Krise, ohne jedoch abzustumpfen und empathielos zu werden?
Denn ist es nicht emotionale Abstumpfumg und Empathielosigkeit die zu Unrecht und Gräueltaten geführt hat und immer noch führt?
Zentriert zu bleiben und dabei zu den eignen Werten zu stehen ist aktuell herausfordernder denn je, aber auch umso wichtiger.
Yogi Bahjan hat für Zeiten des Krieges und der Krisen ein besonderes Mantra gelehrt: Ang Sang Wahe Guru
Diese Mantra bringt zunächst einmal Frieden in uns selbst. Es heißt, dass „dieses Mantra uns von quälenden Gedanken und Negativität befreit. Es öffnet uns, die Macht der Liebe zu geben und zu nehmen“. (Gurudas Kaur in „Celestial Communications“)
Das Mantra Ang Sang Wahe Guru soll helfen, alte Wunden zu heilen. In angespannten Zeiten kann das Gefühl von Verlorenheit zunehmen und insbesondere die Angst, dass uns etwas Vertrautes genommen wird. Depressionen, Negativität und innere Abwehrhaltungen können die Folgen sein. Wenn sich der Geist auf diese Weise „zusammenzieht“, verlieren wir den Kontakt zu unseren Ressourcen und zu dem größeren Fluss des Universums. Mit dem Mantra Ang Sang Wahe Guru stärken wir die Anbindung zu unserem Herzen und zu der Macht, die darin wohnt.
Wie wird das Mantra praktiziert?
Setze dich zunächst in eine einfache bequeme Meditationshaltung auf ein Kissen oder Block auf dem Boden oder aufrecht auf einen Stuhl. Die Hände sind im Lotusmudra. Damit öffnest du dich für den Naad, den Klangstrom und die Wirkung des Mantras wird noch verstärkt.
Wenn du möchtest, kannst du auch von einer musikalischen Version des Mantras unterstützen lassen und einfach mitsingen. Mir gefällt besonders diese Version von Jai Kartar: Ang Sang Wahe Guru.
Chante mit geschlossenen Augen 11 Minuten lang:

Bedeutung
„In jedem Atom meines Wesens fühle ich die Gegenwart Gottes- Die lebendige, bewegte Freude des Universums tanzt in jeder Zelle meines Wesens“(Gurudass Kaur in „Celestial Communications“)
Wirkung
„Ang Sang Wahe Guru mit seinen 6 Lauten ist dafür da, um unbewusste Gedanken und Gewohnheiten zu zerstören und die Konsequenzen daraus zu vermeiden“ (Yogi Bhajan)
Wir brauchen aktuell Toleranz, Positivität und Ausdauer angesichts des Drucks der Zeit, der Krisen und der Kriege um uns herum. Der beste Weg ist unser Nervensystem zu trainieren und zu stabilisieren. Dadurch verändern wir den Zustand des sympathischen und des parasympathischen Nervensystems und können Erregungs- und Angstzustände aktiv verringern. Wenn der Geist wieder zur Ruhe kommt, können wir einen Samen für Frieden und für höheres Denken und Verbundenheit pflanzen.
Bleibe zentriert, auch in Zeiten von Krisen.
Das Singen des Mantras Ang Sang Wahe Guru führt uns in einen Zustand jenseits aktueller Konflikte.
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Foto Lotus: Dank an baypicz über pixabay.com
