Frühling Reset: Fasten mit basischen Kräutern und Basenbädern
Kräuter + Ayurveda, Selbst + Heilung

Fasten mit basischen Kräutern und Basenbädern – Reset für Körper und Geist

Wünschst du dir jetzt im Frühjahr einen echten Reset für Körper und Geist? Dann ist das Fasten mit basischen Kräutern und Basenbädern genau das richtige für dich.

Im Frühling sehnen wir uns nach Leichtigkeit, Neubeginn und danach Ballast abzuwerfen, am besten zusammen mit ein paar angesammelten Winterpfunden. Nicht zufällig fällt in diese Zeit die Fastenzeit. Jetzt schaltet der Körper langsam auf wärmere Temperaturen um, benötigt nicht mehr so viel Energie für die Wärmeproduktion wie im Winter und das Herz-Kreislaufsystem ist zugleich noch nicht belastet von großer Hitze.

Auch bei mir war es jetzt vor Ostern wieder so weit: wie fast jedes Jahr im Frühling sehnte ich mich nach einer Fastenauszeit. 10-12 Tage, in denen ich mir nichts vornehme, sondern ganz bei mir sein darf und mich ganz an meinen inneren Bedürfnissen ausrichte.

Fasten ist weit mehr als der bloße Verzicht auf Nahrung – es ist eine Einladung an Körper, Geist und Seele, loszulassen, sich zu regenerieren und neu auszurichten

In meiner diesjährigen Fastenzeit habe ich eine besonders wohltuende Kombination entdeckt: das Fasten in Verbindung mit basischen Bädern und basischen Kräutern und Meditation und Yoga. Die Wirkung war tiefgreifend – körperlich und emotional. 

In meinen vergangenen Fastenauszeiten habe ich keine speziellen Kräutertees verwendet und auch keine Basenbäder. Dieses mal jedoch trank ich jeden Tag mindestens 1,5 Liter basischen Kräutertee und genoss auch nahezu täglich für ca. eine Stunde mein basisches Bad.

Was ist der Unterschied beim Fasten mit Basenbädern und basischen Kräutern? Dieses Jahr quälten mich nicht wie sonst in den ersten Tagen Kopfschmerzen. Auch der unangenehme Belag auf der Zunge, der oft beim Fasten entsteht, war kaum vorhanden und darüber hinaus war meine Stimmung deutlich besser.

Warum entstehen beim Fasten besonders viele Säuren im Körper und was bewirken diese?

Beim Fasten wird spätestens ab dem zweiten Tag die Energie aus den Triglyzeriden gewonnen aus den Fettdepots, dem Blut aber auch aus Eiweißbausteinen. Hierdurch wird der Körper mit daraus entstehenden Abbauprodukten überschwemmt, und der PH-Wert der extrazellulären Flüssigkeit verschiebt sich ins saure Spektrum. Diese Stoffe müssen neutralisiert bzw. ausgeschieden werden – sonst lagert der Körper sie in Geweben, Gelenken oder der Haut ein, was zu Erschöpfung, Reizungen oder Entzündungen führen kann. Diese Übersäuerung kann sich auch emotional niederschlagen mit depressiver Verstimmung.

Wie helfen Basenbäder und basische Kräuter? 

Genau im Hinblick auf zu viel Säuren im Körper kommen basische Anwendungen, wie Bäder oder auch Fußbäder ins Spiel. Denn sie unterstützen den Körper dabei, Säuren über die Haut auszuleiten und bringen über diesen Weg den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht. Basische Bäder bestehen aus eine Mischung aus Natron und Epsomsalz. Du erhältst sie als fertige Mischung im Drogeriemarkt.

Ein basisches Bad nimmst du mit einer Temperatur von rund 38°C. Eine Temperatur nahe an der Körpertemperatur unterstützt den Körper besonders gut dabei Stoffe über Osmose auszuleiten.

Basische Kräuter helfen dagegen von innen. Es sind besonders die Heilkräuter, die eine entsäuernde Wirkung auf den Körper haben und helfen, den Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Sie enthalten viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Kalzium, die basisch verstoffwechselt werden. Besonders folgende Kräuter sind reich an den aufgeführten Mineralien und haben darüber hinaus auch noch stoffwechselanregende Wirkungen. Diese kannst du nach deinem Gusto als Tee verwenden oder fein hacken und zur täglichen Gemüsebrühe geben.

Liste basischer Kräuter:

  • Löwenzahnblätter – unterstützen die Ausscheidung und Stoffwechsel der Leber
  • Petersilie – Reich an Vitamin C, fördert die Entgiftung.
  • Dill – Beruhigt den Magen und hilft bei Blähungen.
  • Schnittlauch – Enthält viele Mineralstoffe und wirkt sehr basisch.
  • Koriander – Unterstützt die Entgiftung, besonders bei Schwermetallen.
  • Oregano – Wirkt antioxidativ und stärkt das Immunsystem.
  • Thymian – Hat eine antibakterielle und antivirale Wirkung.
  • Minze – Beruhigt den Magen und fördert die Verdauung.
  • Rosmarin – Regt den Kreislauf an und wirkt entzündungshemmend.
  • Brennessel– unterstützt die Nierenfunktion 
  • Tulsi Basilikum – Unterstützt die Verdauung und wirkt stark entzündungshemmend sowie stimmungsaufhellend

Meine Erfahrung beim Fasten mit basischen Kräutern und Basenbädern

Ich habe mich für Fasten nach Buchinger mit Gemüsebrühe, Saft und Tees und vielen Ruhepausen entschieden. Nahezu jeden Tag gönnte ich mir ein basisches Vollbad mit einem hochwertigen basischen Badesalz. Das warme Wasser, die Ruhe, das Loslassen – es war mehr als Pflege. Ich spürte dabei förmlich, wie der Körper über die Haut „ausatmete“. Die Haut wurde zart, die Muskeln entspannten sich, und eine tiefe innere Ruhe stellte sich immer mehr ein.

Ergänzt habe ich die Anwendung mit basisch wirkenden Kräutertees: Brennnessel, Minze, Tulsi und Löwenzahn. Sie helfen, den Stoffwechsel zu aktivieren, die Nieren zu durchspülen und die Leber sanft zu entlasten. Besonders die Brennnessel tat mir gut – entwässernd, vitalisierend, aber nicht reizend. Zu meiner täglichen Gemüsebrühe fügte ich außerdem wechselnde frisch gehackte basische Kräuter gemäß der o.g. Liste hinzu.

Die Wirkung – innen wie außen spürbar

Besonders in den ersten drei Fastentagen spürte ich den Unterschied. Die Phase des Einfastens ist nicht immer angenehm, da häufig Kopfschmerzen auftauchen oder auch die Stimmung am Boden liegen kann. Ich spürte jedoch schon am zweiten Fastentag den Unterschied: die anfänglichen leichten Kopfschmerzen waren wie weggeblasen, auch Muskel- und Gelenkschmerzen gingen mit jedem Vollbad mehr und mehr zurück, Heißhunger verschwand, die Gedanken wurden klarer, die Stimmung leichter. Die Kombination aus Fasten, Basenbädern und Kräutern half mir, alte Spannungen loszulassen – körperlich und emotional. Meine Haut wurde geschmeidiger, mein Schlaf tiefer, eine tiefe innere Ruhe und Gelassenheit breitete sich mehr und mehr in mir aus. Meditationen und Yoga unterstützten mich zusätzlich dabei, meinen Fokus zu halten. Meine Mediationserfahrung war übrigens bei dieser Art des Fasten besonders tief.

Mein Fazit

Fasten mit Basenbädern und basischen Kräutern ist für mich zu einem ganzheitlichen Ritual geworden – eine intensives Reset auf allen Ebenen. Es ist eine liebevolle Art, sich selbst Raum zu geben, um neu zu beginnen.

Wenn du selbst eine Fastenkur planst, kann ich dir diese Kombination von Herzen empfehlen. Achte darauf, auf deinen Körper zu hören, gönn dir Ruhe – und sieh die Erfahrung nicht als Verzicht, sondern als Rückkehr zu dir selbst.

Suchst du Anregungen für Mantren und Mediationen, die dich beim Fasten begleiten? Dann schau mal hier nach: Yoga