Kräuter + Ayurveda

Bring den Frühling auf deinen Teller!

Die ersten Tage des Frühlings kannst du gut nutzen, um in der Natur aufzutanken und um grüne Frühlingsenergie in dein Essen zu bringen.

Jedenfalls bin ich letztes Wochenende mit meinem Leinenkräutersäckchen über Wiesen und durch Wälder gestreift, eigentlich auf der Suche nach Spitzwegerich. Diesem wird in der Naturheilkunde besonders heilende Eigenschaften für die Atemwege sowie entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften nachgesagt.

Vielleicht habe ich an der falschen Stelle gesucht. Jedenfalls ist mir Spitzwegerich dieses Mal nicht begegnet. Stattdessen habe ich in einer Waldlichtung ein wunderschönes, intensiv duftendes Bärlauchfeld entdeckt, von dem ich reichlich ernten durfte.

Dem Bärlauch wird nachgesagt, dass er bei Verdauungsproblemen, hohem Blutdruck und bei Einschlafschwierigkeiten helfen soll. Auch sollen die Inhaltsstoffe antibiotisch wirksam sein und die Schleimlösung bei Brochitis unterstützen. Ähnlich wie Koriander, gilt er als ein Heilkraut, das Schwermetalle aus dem Körper leitet und als ein ideales Kraut um im Frühjahr zu entgiften.

Alle Wildkräuter, aber besonders Bärlauch, sind reich an Chlorophyll, teilweise um ein Vielfaches gehaltvoller als z.B. Feldsalat. Chlorophyll ist der grüne Farbstoff in allen Pflanzen, der ihnen erlaubt aus Sauerstoff Energie zu gewinnen. Chemisch ist dieser grüne Farbstoff eng verwandt mit dem Hämoglobin in unseren roten Blutkörperchen, welche den Sauerstoff binden und zu unseren Organen transportieren. Grüne Pflanzenfarbstoffe sind daher nähernd und aufbauend für unseren Körper.

Also nichts wie los in den Wald zur Bärlauch-Ernte.

Nur etwas Vorsicht ist geboten, denn die Blätter können verwechselt werden mit dem giftigen Maiglöckchen. Man unterscheidet sie daran, dass die Blätter des Bärlauchs matt sind und v.a. an dem knoblauchähnlichen Geruch. Auch stehen die Blätter des Bärlauchs einzeln im Boden, während Maiglöckchenblätter zusammen aus dem Boden wachsen. Bevor du sammelst, zerreibe am besten ein Blatt in den Händen. Wenn dir dann der typische aromatische Geruch, ähnlich wie Knoblauch, um die Nase weht, kannst du sicher sein, dass es sich um Bärlauch handelt.

Und hier geht es zu den leckeren Bärlauch Rezepten:

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