Eine tolle Art die Kraft frischer Kräuter für längere Zeit zu konservieren, ist es diese in Essig einzulegen. Wie du selbst deinen eigenen Gute Laune – Essig aus wilden Kräutern und Blüten herstellen kannst erfährst du hier.
Im Verlauf des Sommers schenkt die Natur jede Menge Kräuter und Wildblumen. Am liebsten gehe ich gleich am Morgen nach dem Aufstehen raus und streife durch Wälder und über Wiesen, um Kräuter zu sammeln. Die ganze Fülle der Kräuter kann ich jedoch oft nicht am selben Tag zu frischen Gerichten verarbeiten. Zum Glück gibt es ja ein paar einfache Methoden die Wirkung der Wild- und Heilkräuter zu konservieren. Zumindest bis über den nächsten Winter, kann ich mich so an den Sommerkräutern erfreuen und daraus Energie schöpfen.
Eine sehr einfache Form der Konservierung ist natürlich das Trocknen. Auf diese Weise kannst du dir im Sommer einen Teevorrat für den Winter anlegen. Eine meiner liebsten Methoden ist jedoch die Herstellung von Essig aus wilden Kräuteren und Blüten. Dieser eignet sich sehr gut als Geschenk. Besonders schön sieht er natürlich aus, wenn er frisch angesetzt ist.
Vielleicht hast ja auch du Spaß daran, in der Natur oder in deinem eigenen Garten nach Wildkräutern Ausschau zu halten. Das folgende Rezept kannst du jedenfalls ganz leicht nachmachen. Dieses lässt sich auch nach Lust und Laune mit anderen Kräutern abwandeln.
So wird der „Gute Laune Essig“ gemacht:
Fülle in eine schöne Flache die gesammelten Kräuter und gieße diese dann mit einem guten Weissweinessig auf. Nach ca. vier Wochen kannst du den Essig durch ein Sieb abgießen. Spätestens dann haben die Kräuter ihre Inhaltsstoffe an den Essig abgegeben. Heute habe ich z.B. verschiedene Mischungen aus folgenden Kräutern hergestellt:
Gundelrebe (Gundermann), Lavendel, Rotkleeblüten, Mädesüß mit Blüten, Spitzwegerichblätter, Schafgarbenblätter, Dost mit Blüten, Malvenblüten, Blutweiderich
Wie wirken die einzelnen Kräuter?
Viele Wildkräuter gelten nicht nur als immunstimulierend, sondern wirken positiv auf die Psyche. So gilt Lavendel als entspannend und kann dabei unterstützen Ängste zu lindern. Hildegard von Bingen empfahl hingegen die Gundelrebe bei allgemeiner Erschöpfung. Mädesüß gilt aufgrund seiner Acetylsalicylsäure (entspr. Aspirin) als schmerzlindernd. Malven geben dem Essig nicht nur eine tolle rötliche Farbe sondern mit dieser auch antioxidative Inhaltstoffe. Diese können helfen die Blutgefäße geschmeidig zu halten.
Und nun wünsche ch dir viel Spaß beim Kreieren deines eigen Gute Laune- Essigs. Bitte vergiss nicht, ausschließlich essbare Pflanzen zu sammeln, die du einwandfrei bestimmen kannst!
Wenn du hierin noch unsicher bist und mehr über die Kraft der Kräuter erfahren möchtest, dann komme gern zu einer meiner geführten Wildkräutertouren oder zu einem Workshop. Informationen zu meinem aktuellen Angeboten findest du unter Kurse + Veranstaltungen.
