Kräuter + Ayurveda

Mineralstoffe direkt aus der Natur, dank Vogelmiere

Vogelmiere ist ein wunderbar schmackhaftes kleines Kraut, welches dich auch im Spätherbst mit zahlreichen Mineralstoffen direkt aus der Natur versorgen kann.

Da derzeit die Temperaturen mild sind, und es auch genügend regnet, gibt es immer noch jede Menge frische Kräuter im Wald und auf den Wiesen. So kannst du auch häufig die Vogelmiere finden.
Sie wächst in kleinen Ansammlungen als Bodendecker am Wald- und Wegesrand in feuchten Bereichen. Typisch sind ihre ovalen, spitz auslaufenden Blättchen an hellgrünen Stängeln mit kleinen sternförmigen Blüten. Ihr lateinischer Name ist „Stellaria media“.

In der Kräuterheilkunde wird sie seit jeher bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Außerdem soll sie gegen Entzündungen (Haut), Schmerzen, Krämpfe, Leberbeschwerden, Rheuma und Blasenerkrankungen helfen und allgemein der Reinigung und Stärkung des gesamten Organismus dienen. Es können alle Pflanzenteile verwendet werden.

Als Küchenkraut liefert dir Vogelmiere doppelt so viel Calcium, dreimal so viel Kalium und Magnesium sowie siebenmal so viel Eisen wie Kopfsalat.

Nicht nur Vögel lieben Vogelmiere. Auch in der Kräuterküche lässt sie sich sehr vielfältig zubereiten, da sie frisch und lecker schmeckt. Du kannst sie beispielsweise als Salat oder Zugabe zu Gemüsegerichten, als Topping für vegetarische Gerichte, wie Risotto oder auch auf pürierte Gemüsesuppen verwenden. Sehr lecker schmeckt frisch gehackte Vogelmiere in Kartoffelsuppe mit Muskat und einem Spritzer Zitrone.

Wie für alle Heilkräuter gilt auch bei der Vogelmiere, dass du sie nicht jeden Tag in großer Menge verspeisen solltest, sondern wegen weiterer Inhaltsstoffe, diese am besten im Wechsel mit anderen Kräutern verwenden.

Hier habe ich ein leckeres Quarkrezept für dich. Falls du starken Eisenmangel haben solltest, empfehle ich dir das Rezept in der veganen Variante zuzubereiten, da die Eisenaufnahme im Körper bei gleichzeitiger Aufnahme von Milchprodukten gehemmt wird.

Quark mit Vogelmiere

  • 250 g Quark 20 % oder 250 g Sojaquark
  • 250 g Sahnejoghurt oder 250 g Sojajoghurt
  • 1/2 EL Leinöl
  • 1 gepresste Knoblauchzehe
  • Kräutersalz
  • Pfeffer gemahlen
  • 1 Hand voll frisch gehackter Dill
  • 1 Hand voll frisch gehackte Vogelmiere

Den Quark mit dem Joghurt und dem Leinöl glattrühren. Gib dann zur Quarkcreme die gehackten Kräuter, die gepresste Knoblauchzehe, Kräutersalz und Pfeffer. Verrühre alles gut und bestreue diese am Ende mit einigen gehackten Kräutern. Der Vogelmierenquark schmeckt zu Brot, Pell-, Brat- oder Ofenkartoffeln oder als Dipp zu Falaffel oder anderen Bratlingen.

Dank Vogelmiere kannst du dich auch im Spätherbst noch mit vielen Mineralien direkt aus der Natur versorgen. Die Vogelmiere findest du bei milden Temperaturen bis in den Dezember.

Weitere leckere Rezepte findest du unter Kräuter + Ayurveda.